In Jobst fand eine umfangreiche KHD-Übung statt, bei der ein komplexes Einsatzszenario realitätsnah abgearbeitet wurde. Ausgangspunkt der Übung war ein Waldbrand im Entstehen, der sich im weiteren Verlauf stark ausbreitete. Zusätzlich wurde angenommen, dass sich der Brand in Richtung einer angrenzenden Halle ausdehnt und diese akut bedroht. Die Brandbekämpfung erfolgte mittels mehrerer Löschleitungen sowie unter Einsatz des LUF. Zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung wurde eine Riegelstellung eingerichtet. Die Lageerkundung aus der Luft erfolgte unterstützend durch eine Drohne. Unsere Feuerwehr war dabei mit dem WLF-K und dem GTLF im Einsatz.
Zudem wurde beim Rüsthaus Jobst ein Sanitäter-Sammelplatz eingerichtet. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde ein Pendelverkehr zur Befüllung der Löschwasserbecken aufgebaut. Im Zuge der Übung wurde zudem ein weiterer Einsatz eingebaut: es wurde eine vermisste Schülergruppe angenommen, die mittels Drohne im betroffenen Gebiet gesucht wurde.
Die Einsatzleitung erfolgte über einen eingerichteten Stab der KHD-Bereitschaft 46 im Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Jobst, wo 18 Mitglieder daran arbeiteten, die Lage laufend zu beurteilen, Entscheidungen zu treffen und die eingesetzten Kräfte optimal zu koordinieren. Dabei wurde bereits mit der neuen digitalen Lageführung „CommandX“ gearbeitet, wodurch eine moderne und strukturierte Einsatzführung ermöglicht wurde.
Insgesamt waren 132 Feuerwehrmitglieder und 27 Fahrzeuge aus mehreren Feuerwehren sowie dem Waldbrandzug im Einsatz. Die Übung wurde in drei Einsatzabschnitte (Ost, West und Wasserversorgung) gegliedert, um eine effiziente und koordinierte Abarbeitung zu gewährleisten.
Seitens der Bezirkshauptmannschaft nahm Harald Maierhofer, Katastrophenschutzbeauftragter des Bezirkes, und Ing. Wolfgang Huber, Vertreter der Forstaufsichtsstation Fürstenfeld, an der Übung teil. Ebenso waren Bürgermeister Manfred Schaffer aus Bad Blumau sowie Bürgermeister Herbert Spirk der Gemeinde Bad Loipersdorf anwesend.
ABI Sigfried Flechel, LFR Gerald Derkitsch sowie BR Gerhard Engelschall begleiteten die Übung und verschafften sich ein Bild vom Ablauf und der Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte.
Ziel der Übung war es, insbesondere die Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren zu stärken, die Führungsarbeit im Stab zu trainieren sowie den Umgang mit mehreren gleichzeitig ablaufenden Schadenslagen zu üben Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig eine klare Struktur, gute Kommunikation und eingespielte Abläufe bei komplexen Einsatzlagen sind. Durch das koordinierte Vorgehen aller Beteiligten konnten die gestellten Szenarien erfolgreich abgearbeitet werden. |